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Soziale Servicestelle wird stark nachgefragt

Verena Mengel und Tanja Schymik beraten mehr als 800 Menschen im Jahr

Essen, 27.03.2026. Gute Nachricht für die Menschen, die die Soziale Servicestelle im Haus der Evangelischen Kirche aufsuchen: Die Anlaufstelle für sozial benachteiligte Menschen kann ihre Beratungskapazitäten weiter verlässlich anbieten. Die Nachfrage ist unverändert hoch.

Der Kirchenkreis Essen und das Diakoniewerk Essen stocken deshalb bis Ende 2029 ihre Förderung auf, um die Personalkapazitäten um eine Viertelstelle zu erhöhen. Dadurch können die Präsenzzeiten ausgeweitet und auch Vertretungsregelungen besser gestaltet werden. Die bisherigen zusätzlichen Förderungen über die 2022 von der Kreissynode beschlossenen Energiehilfen und den NRW Stärkungspakt von 2023 waren letztes Jahr ausgelaufen. Seit Anfang des Jahres steht die Soziale Servicestelle damit ratsuchenden Menschen wieder an jedem Wochentag für alle Fragen rund um das Beratungs- und Hilfeangebot der Evangelischen Kirche und Diakonie in Essen zur Verfügung.

Beeindruckend hoch ist die Anzahl der hilfsbedürftigen Menschen in unserer Stadt, die auf diesem Wege ganz konkret unterstützt wurden. Über 800 Personen wurden 2025 von der Sozialen Servicestelle beraten. Die finanziellen Energiehilfen des Kirchenkreises in Höhe von über 55.000 Euro wurden von 2023 bis 2025 insgesamt 201 Mal ausgezahlt. Die Zahlungen wurden bei Einzelfallhilfen für Familien mit Kindern in maximaler Höhe von 150 Euro und für Hilfen bei der Regulation von Stromzahlungen und erhöhten Nebenkostenzahlungen (bei Menschen mit Einkommen) in maximaler Höhe von 300 Euro ausgezahlt. Es erfolgte immer eine Vorabprüfung, ob staatliche Leistungen - auch auf Darlehnsbasis - auszuzahlen sind.

Der Energiesparservice der Neuen Arbeit der Diakonie und die Verbraucherzentrale wurden in vielen Fällen empfohlen. Die Kontaktaufnahme zu den Energieanbietern konnte häufig eine Ratenzahlung für die Klienten ermöglichen.

Über den Stärkungspakt NRW wurden 2023 in Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales und Wohnen insgesamt 1.548 Lebensmittelgutscheine zu je 50 Euro zur Weiterleitung an die Klient*innen ausgegeben. Weiter wurden nach Einzelfallprüfung Anträge über insgesamt 269 Gutscheine für sogenannte Weißware wie etwa Kühlschränke bewilligt.

Bei den beiden Mitarbeiterinnen Tanja Schymik und Verena Mengel geht es meistens um die Themen Armut, Arbeitslosigkeit, Schulden und Schwierigkeiten mit Behörden. „Das Ziel ist es, einen konkreten Ansprechpartner für alle Fragen rund um Kirche und Diakonie anbieten zu können, ohne dass sich hilfesuchende Personen mehrfach an unterschiedlichen Stellen offenbaren müssen“, so Tanja Schymik. Die Soziale Servicestelle unterstützt bei der Klärung von Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen und nimmt bei Bedarf Kontakt zu Jobcenter, Arbeitsamt, Krankenkassen und Fachdiensten auf. Sie hilft beim Ausfüllen von Unterlagen und berät zu Fragen zum Kinderzuschlag und zum Kinder-, Eltern- und Wohngeld, oftmals auch in englischer Sprache.

DIE AKTUELLEN ÖFFNUNGSZEITEN

Montag: 9.00 – 14.30 Uhr. dienstags, mittwochs und freitags: 9.00 – 12.30 Uhr; donnerstags: 9.00 – 14.30 Uhr.

 

 

 

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